Wie häufig kommt Gebärmutterhalskrebs vor?

Cervixcarcinom

In Deutschland erkranken derzeit jährlich ca. 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Im Jahr 2004 sind nach der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes 1.660 Frauen an dieser Erkrankung in Deutschland gestorben.
Die Erkrankungshäufigkeit variiert stark mit dem Alter: Ein erster Gipfel ist zwischen 35 und 55 Jahren zu beobachten, ein zweiter Anstieg wird ab etwa 60 Jahren beobachtet.
Gebärmutterhalskrebs wird durch bestimmte Genotypen der humanen Papillomaviren verursacht. In unterschiedlichen Studien konnte HPV-DNA in mehr als 90 % der bösartigen Tumore des Gebärmutterhalses nachgewiesen werden.

Quelle: Robert Koch Institut, Epidemiologisches Bulletin 12 / 2007.

Wie wird der Gebärmutterhalskrebs festgestellt?

Der Gebärmutterhalskrebs ist die Krebsart, die am besten durch eine Vorsorge-Untersuchung, eventuell unterstützt durch eine Kolposkopie, festgestellt werden kann. Durch den Abstrich werden vom Zytologen verdächtige Zellen entdeckt und dann evtl. eine Gewebeprobe, meist in Form einer Konisation veranlaßt. So wird der Gebärmutterhalskrebs meistens noch als Vorstufe entdeckt; diese kann mit einem kleinen Eingriff beseitigt werden.
Bei gefährdeten Frauen kann eine Untersuchung auf HPV sinnvoll sein.

Wie wird Gebärmutterhalskrebs behandelt?

Der Gebärmutterhalskrebs wird möglichst operativ behandelt. Bei der Operation (Operation nach WERTHEIM - MEIGS in verschiedenen Abwandlungen) werden standardmäßig die Gebärmutter, das sog. Parametrium, d.h. alles Gewebe zwischen Gebärmutter und Beckenwand, die Lyphknoten im kleinen Becken sowie ggf. entlang der Aorta entfernt. Die Eierstöcke müssen nicht entfent werden.
Bei größeren Tumoren wird manchmal nach der Operation noch eine Bestrahlung des Beckens von der Scheide ("Afterloading") und/oder vom Bauch aus durchgeführt.
Primär nicht operable Geschwulste werden ausschließlich durch eine Bestrahlung behandelt, dann immer kombiniert von der Scheide und vom Bauch aus.
Die Chemotherapie wird bei Gebärmutterhalskrebs nur selten angewendet, meistens in Kombination mit einer Bestrahlung oder bei einem Rückfall.

Früherkennung?

Die Früherkennung ist sehr gut möglich, am sichersten mit einem qualitativ hochwertigen Abstrich wie dem ThinPrep-Verfahren.