Wie häufig kommt Brustkrebs vor?

invasiv-duktales Mammacarcinom

Brustkrebs ist die mit Abstand häufigste Krebserkrankung der Frau. Etwa jede 9. bis 10. Frau muß damit rechnen, daß sie in ihrem Leben an Brustkrebs erkrankt. In Deutschland erkranken jedes Jahr knapp 50.000 Frauen neu an Brustkrebs. Die Erkrankungsrisiko ist am höchsten in Nordamerika (84 pro 100.000 Frauen pro Jahr) und am niedrigsten in Südasien.

Wie wird der Brustkrebs festgestellt?

Brustkrebs wird in erster Linie durch regelmäßiges Abtasten der Brust entdeckt. Hierbei ist die Selbstuntersuchung ganz wichtig.
Eine Früherkennung von Brustkrebs sowie die Erkennung auch von möglichen Vorstufen ist mit Hilfe der Mammografie möglich. Leider gehört diese wichtige Methode in Deutschland nicht zur Krebsvorsorge.
Eine weitere wichtige Untersuchung ist die Ultraschall - Untersuchung der Brustdrüsen. Auch diese Untersuchung gehört nicht zur Krebsvorsorge.

Wie wird Brustkrebs behandelt?

Zunächst erfolgt fast immer eine Operation. Je nach Beschaffenheit, Lage und Größe des Tumors kann den meisten Frauen heute ein brusterhaltendes Operationsverfahren angeboten werden.Dabei wird der Primärtumor aus der Brust entfernt, zusätzlich noch von einem getrennten Zugang aus die Lymphknoten in der gleichseitigen Achselhöhle entfernt.
Im Anschluß an die Operation muß noch die erkrankte Brust ambulant bestrahlt werden.
Bei ungünstigen Ausgangsbefunden ist allerdings die komplette Entfernung der gesamten Brust nicht zu umgehen. Häufig kann den betroffenen Frauen ein Sofortaufbau der Brust mit Eigengewebe oder mit Hilfe eines Implantates angeboten werden.
Ein entscheidender Bestandteil der Erstbehandlung von Brustkrebs ist die sogenannte adjuvante medikamentöse Therapie in Form einer Chemotherapie oder Hormontherapie oder einer Kombination von beiden.

Früherkennung?

Am ehesten gelingt die Früherkennung durch folgende Untersuchungen:
1. regelmäßiges Abtasten der Brust (1 x pro Monat)
2. ab 35 1 x jährlich ein Brust-Ultraschall
3. ab 50 zusätzlich alle 2 Jahre eine Mammografie