Wie häufig kommt Eierstockkrebs vor?
Der Eierstockkrebs entsteht vor allem nach den Wechseljahren, die Wahrscheinlichkeit steigt mit fortschreitendem Lebensalter. Das mittlere Alter bei Diagnosestellung beträgt 58 Jahre.
Es muß mit etwa 23 Neuerkrankungen pro Jahr pro 100.000 Frauen gerechnet werden. Damit erkranken jedes Jahr etwa 10.000 Frauen neu an Eierstockkrebs.
Wie wird der Eierstockkrebs festgestellt?
Der Eierstockkrebs ist die Krebserkrankung der Frau, die am schwierigsten frühzeitig zu erkennen ist. Das liegt einmal an dem oft sehr schnellen Wachstum dieser Krebsart; andererseits kann sich ein Eierstockkrebs schon weit im Bauchraum ausgebreitet haben, ohne daß der ursprünglich betroffene Eierstock vergrößert ist.
Eierstockkrebs kann man durch die gynäkologische Tastuntersuchung sowie vor allem durch eine Ultraschall - Untersuchung durch die Scheide (Vaginalsonografie) entdecken. Bei fraglichen Befunden am Eierstock kann die Bestimmung eines sogenannten Tumormarkers, des CA 12-5, hilfreich sein.
Wie wird Eierstockkrebs behandelt?
Die Behandlung besteht aus einer möglichst radikalen Operation und anschließend in über 90 % aus einer Chemotherapie. Die Bestrahlung spielt bei der Behandlung von Eierstockkrebs keine Rolle.
Bei der Operation werden standardmäßig die Gebärmutter, beide Eierstöcke und Eileiter, das sog. "große Netz", die Lyphknoten im kleinen Becken sowie ggf. entlang der Aorta entfernt. Ziel des Eingriffs ist die möglichst vollständige Entfernung aller erreichbaren Geschwulste. Hierbei ist gelegentlich auch die Entfernung eines oder mehrerer Darmabschnitte erforderlich.
Nach der Operation wird fast immer eine Chemotherapie durchgeführt, in der Regel 6 Kurse. Die Standardtherapie besteht aus den Medikamenten Carboplatin und Paclitaxel (Taxol).
Früherkennung?
Eine optimale Vorsorge für Eierstockkrebs gibt es noch nicht. Am ehesten gelingt die Früherkennung durch eine regelmäßige vaginalsonografische Untersuchung der Eierstöcke ergänzt durch die Tumormarker CA 12-5 und CASA.