Ganz wichtig: Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Humanes Papilloma-Virus (HPV)
Ganz wichtig und innovativ: die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs.
Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs wird von allen gesetzlichen und den meisten privaten Krankenkassen bei jungen Mädchen bis zum 18. Geburtstag bezahlt, manchmal auch darüber hinaus. Diese wichtige Impfung sollten alle infrage kommenden Mädchen und Frauen unbedingt wahrnehmen!
Die Impfung ist gut verträglich, gelegentlich können wie auch bei anderen Impfungen flüchtige Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle im Oberarm auftreten; hier hilft Kühlen und ggf. Ibuprofen oder ein ähnliches Präparat.
Zur Zeit gibt es zwei Impfstoffe gegen HPV; über Vor- und Nachteile der beiden Impfstoffe beraten wir Sie gerne.
Erkrankung
Gewebeveränderungen am Gebärmutterhals (Dysplasien) und der sich daraus möglicherweise entwickelnde Gebärmutterhalskrebs gilt als Folge einer Infektion mit HPV. Die Impfung gegen die beiden wichtigsten Stämme 16 und 18 bietet einen Schutz etwa zu 70%.
Nebenbei schützt einer der beiden zur Verfügung stehenden Impfstoffe auch noch zumindest eine Zeit lang gegen die unangenehmen Feigwarzen im Genitalbereich (Kondylome), verursacht durch die Typen 6 und 11.
Wer soll geimpft werden?
Die STIKO empfiehlt in Ihrer aktuellen Empfehlung vom 23.3.2007 die HPV-Impfung für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren.
Besonders sinnvoll ist die Impfung vor Aufnahme von sexuellen Kontakten.
Bei bereits infizierten Frauen ist die Impfung nicht sinnvoll. Unklar ist auch, ob die Impfung auch nach einer früher durchgemachten HPV-Infektion nützlich ist. Hier sind noch viele Fragen offen.
Trotz Impfung unbedingt weiter zur Vorsorge!
Die zur Zeit verfügbare HPV-Impfung schützt nur gegen die beiden häufigsten Virustypen 16 und 18, die etwa 70% aller HPV-Infektionen ausmachen. Gegen die anderen gefährlichen (high-risk-) HP-Viren gibt es trotz Impfung noch keinen Schutz.
Daher ist es wichtig, daß auch die geimpften Frauen weiter regelmäßig zur Vorsorge mit Anfertigung eines zuverlässigen zytologischen Abstriches, am besten mit der ThinPrep-Technik, gehen.
Impfschema
Eine Grundimmunisierung besteht aus 3 Injektionen, die üblicherweise in den Oberarm intramuskulär gegeben wird. Die ersten beiden Injektionen erfolgen im Abstand von 4 Wochen, die dritte Injektion wird etwa 6 Monate nach der ersten Injektion durchgeführt.
Über eventuell notwendige Auffrischimpfungen gibt es noch keine sicheren Erkenntnisse.