Aminkolpitis (bakterielle Vaginose)

clue cells bei Aminkolpitis

Die Aminkolpitis (auch bakterielle Vaginose genannt) ist die am häufigsten vorkommende bakterielle Scheideninfektion.
Sie wird durch den Erreger Gardnerella vaginalis und verschiedene Anaerobier verursacht.
Typische Symptome sind ein dünnflüssiger Ausfluß und ein starker fischartiger Geruch, manchmal auch ein brennendes Gefühl in der Scheide.
Bei einer Aminkolpitis ist die normale Scheidenflora immer stark gestört.
Die Diagnose erfolgt durch das oft eindeutige klinische Bild und unter dem Mikroskop mit dem Nativpräparat; hier zeigen sich die typischen clue cells.
Die Behandlung erfolgt durch die Gabe des Medikamentes Metronidazol als Vaginalzäpfchen, in hartnäckigen Fällen wird Metronidazol auch in Tablettenform gegeben. Zur Vorbeugung eines Rückfalls ist es empfehlenswert, die Scheidenflora durch ansäuernde Scheidenzäpfchen oder Joghurt-Tampons zu normalisieren. In leichten Fällen einer Aminkolpitis kann die Behandlung auch ausschließlich mit diesen "biologischen Waffen" erfolgen.

Chlamydien: häufig unerkannt

Chlamydien sind sowohl bei sexuell aktiven Frauen als auch bei Männern relativ weit verbreitete Erreger.
Einen Test auf Chlamydien bieten wir als Wunschleistung an, hier finden Sie auch weitere Infos.
Die Behandlung erfolgt mit speziellen Antibiotica in Tablettenform über mindestens 10 Tage; wirksam sind sogenannte Gyrasehemmer wie Ciprofloxacin oder auch Tetracycline. In der Schwangerschaft wird Erythromycin oder ein anderes Makrolid verwendet.