Symptome und Diagnose

Candida albicans

Hefepilzinfektionen der Scheide sind sicher eine der häufigsten Diagnosen in einer frauenärztlichen Praxis.
Typische Symptome sind ein meistens starker Juckreiz im äußeren Genitalbereich und in der Scheide sowie ein weißer, dickflüssiger, auch krümeliger Ausfluß.
Die Diagnose wird einfach und schnell durch das oft typische klinische Bild und ein Nativpräparat der Scheide unter dem Mikroskop gestellt.
Da auch eine Mischinfektion mit Bakterien vorliegen kann, ist grundsätzlich eine Untersuchung mit Nativpräparat der Scheide anzuraten.

Behandlung

Zur Behandlung einer Hefepilzinfektion der Scheide geeignet sind spezielle Antimykotica; der am häufigsten verwendete Wirkstoff ist das Clotrimazol. Am wirkungsvollsten ist eine Kombination aus Scheidenzäpfchen und einer Creme zur äußeren Anwendung. Bei hartnäckigen Fällen oder immer dann, wenn eine vaginale Behandlung nicht möglich ist, kann auch mit einer Tablette Fluconazol therapiert werden.
Eine Partnerbehandlung wird nicht grundsätzlich empfohlen. Wenn der Partner aber selbst Symptome bemerkt oder bei einer häufig wiederkehrenden Hefepilzinfektionen der Scheide ein sogenannter Ping-Pong-Effekt vermutet wird, sollte auch bei ihm mit Hilfe einer entsprechenden Creme über mehrere Tage behandelt werden.

Ursachen

Die Ursachen für Pilzinfektionen der Scheide sind vielfältig. So ist bekannt, daß manche Frauen zu wiederholten Hefepilzinfektionen neigen, andere Frauen dagegen jahrelang nicht betroffen sind.
Pilzinfektionen der Scheide entstehen in der Regel nicht durch mangelnde Hygiene. Ganz im Gegenteil, Frauen mit übertriebener Genitalhygiene oder gar krankhaftem Waschzwang neigen besonders häufig zu Infektionen.

Hier gibt es ausführliche Informationen rund um das Thema Scheidenpilz.