Wirkung
Die Minipille unterscheidet sich grundlegend von der Kombinationspille. Sie enthält keine Estrogene, sondern nur Gestagene (= Gelbkörperhormone) in ganz niedriger Dosis. Sie hemmt bei den meisten Frauen nicht den Eisprung, sondern ihr hauptsächliches Wirkprinzip besteht darin, den Schleimpfropf im Gebärmutterhals für Samenzellen undurchlässig zu machen.
Außerdem kann die Gebärmutterschleimhaut ein eventuell doch befruchtetes Ei nicht aufnehmen.
Die Minipille muß täglich zur gleichen Tageszeit ohne Einnahmepause eingenommen werden.
Vorteile
- sicher
- niedrige Hormondosis, keine Estrogene
- kann auch bei Kontraindikationen gegen Estrogene eingesetzt werden (z.B. nach Venenthrombose)
- günstige Nebeneffekte: Frauen mit erhöhtem Gelbkörperhormon-Bedarf, z.B. bei Endometriose, ausgeprägtem prämenstruellem Syndrom, Brustschmerzen u.s.w.
Für wen geeignet?
- für alle Fauen, die sicher verhüten wollen
- auch geeignet für Frauen, die die normale "Pille" entweder nicht vertragen oder nicht einnehmen sollten (z.B. Raucherinnen, Alter über 40, Krampfadern us.w.)
- auch während der Stillzeit anwendbar!
Nachteile
- tägliche Einnahme erforderlich
- kann vergessen werden
- Blutungsstörungen (Schmierblutungen) zu Beginn
Kosten
- ca. 30,- € für 3 Monate (Stand Februar 2007)