Unangenehm, aber nicht schmerzhaft

Bei der Rektoskopie kann der gesamte Mastdarm vom Anus bis zum Übergang zum Krummdarm (=Sigma) eingesehen werden. Sie wird mit einem starren Rektoskop, evtl. in Verbindung mit einer Proktoskopie vorgenommen.
Als Vorbereitung erfolgt lediglich die Gabe eines Klysmas (=kleiner Einlauf aus einer Plastiktube), Nüchternphasen oder weitere Abführmittel sind nicht nötig.
Wenn keine schmerzhaften Erkrankungen vorliegen, tut die Rektoskopie nicht weh, sie erzeugt lediglich ein Stuhldranggefühl, da zum einen ein Gerät in den Darm eingeführt ist, zum anderen der Untersucher etwas Luft in den Mastdarm geben muß, um die Schleimhaut beurteilen zu können.
Durch eine Rektoskopie können u.a. folgende Erkrankungen entdeckt werden: gutartige Geschwulste wie Polypen, Mastdarmkrebs, akute und chronische Mastdarmentzündungen, Hämorrhoiden, Fissuren, Fisteln.
Probeentnahmen im Mastdarm sind völlig schmerzfrei, da in der Darmwand keine Schmerz wahrnehmende Nerven vorhanden sind.