Regulations- und Umstimmungstherapie
Die Neuraltherapie ist eine Regulations- und Umstimmungstherapie. Mit dieser Therapie werden lokale, segmentale und übergeordnete hormonelle Regelkreise angesprochen. Diese Therapie wird meistens bei Schmerzen, ob chronisch oder akut, angewandt, aber auch funktionell-vegetative und hormonelle Beschwerden sind behandelbar. Narben beispielsweise lassen den Informationsfluss zum stocken kommen, ähnlich einem Störsender. Unterspritzt man diese, kann der Störherd beseitigt werden. Als Medikament verwendet man ein örtliches Betäubungsmittel, welches an die Schmerzpunkte oder die Störfelder gegeben wird.
Angewandt wird die Neuraltherapie u.a. bei:
- Kopfschmerzen
- Tumorschmerzen
- Sterilität
- Unterbauchbeschwerden
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Narbenschmerzen (wobei unschöne harte Narben oft glatter und weicher werden)
Unterbrechung des Schmerzzyklus
Ein Beispiel für eine lokale Regulation ist die Unterbrechung des Schmerzzyklus: Schmerz - Verspannung - Minderdurchblutung – Schmerz. Durch eine Injektion von Lokalanästhetika in beispielsweise einen verspannten Muskel wird der Schmerz beseitigt, was die Verspannung löst und wiederum sich günstig auf spätere Schmerzen auswirkt. Oft ist dieses Ziel nicht mit einer Injektion zu erreichen.
Segmenttherapie
Ein weiterer Therapieansatz ist die Segmenttherapie. Gallenkoliken beispielsweise strahlen unter den rechten Rippenbogen und zum rechten Schulterblatt aus. Wärme, auf die Schmerzzonen appliziert, lindert die Schmerzen. Deutlich wirksamer sind Hautquaddeln, kleine Depots von Lokalanästhetika in die oberste Hautschicht, zur Schmerzstillung. So haben viele Organe ihre typischen Segmente, in die bei einer Störung des Organsystems eine Schmerzausstrahlung stattfindet.
Störfelder
Störfelder sind oben beschriebene Narben oder Entzündungsherde, die Schmerzen und Missempfinden an der entsprechenden Stelle oder in ganz anderen Körperregionen auslösen können. Im Idealfall verschwinden bei Therapie des Störfeldes die Beschwerden schlagartig. Dies wird in der Neuraltherapie als Sekundenphänomen beschrieben.