Hochwirksam und gut verträglich

Exemestan, Quelle: Pfizer Oncology

Die (Anti-)hormonelle oder auch endokrine Therapie ist vor allem beim Brustkrebs ein entscheidender Bestandteil der Therapie.
Bei der Hormontherapie macht man sich die Tatsache zunutze, dass viele bösartige Geschwulste der weiblichen Brust auf Hormone reagieren und in ihrem Wachstum durch Anti-Hormone gehemmt werden können.

Der grosse Vorteil der endokrinen Therapie ist die überwiegend gute bis sehr gute Verträglichkeit, schwerwiegende Nebenwirkungen wie bei der Chemotherapie sind selten.

Tamoxifen

Die lange Zeit am häufigsten eingesetzte Substanz ist das Anti-Östrogen Tamoxifen.
Bis vor kurzem galt die Nachbehandlung mit Tamoxifen 20 mg/Tag über 5 Jahre bei Patientinnen mit Hormon-Rezeptor-positivem Brustkrebs als Goldstandard.

Aromatasehemmer

Vermutlich noch wirksamer als Tamoxifen sind sogenannte Aromatase-Hemmer, die zunehmend nach oder statt einer Tamoxifen-Therapie gegeben werden.

Fulvestrant

Relativ neu in der Behandlung ist die Gabe eines hochselektiven Anti-Östrogens, Fulvestrant. Diese Medikament muss als intramuskuläre Spritze alle 4 Wochen verabreicht werden.

Gestagene

Ebenfalls bewährt ist die hochdosierte Gabe von synthetischen hochdosierten Gestagenen wie MPA oder Megestrolacetat. Diese Medikamente werden in Tablettenform eingenommen.