menschlicher Chromsomensatz

Mit der Amniozentese können einige Geburtsfehler und Erbkrankheiten erkannt werden. Bei diesem Verfahren wird aus der Flüssigkeitsansammlung (Fruchtwasser), die das ungeborene Kind (Fetus) umgibt, eine Probe entnommen. Dazu muss mit einer Nadel durch die Bauchdecke und die Wand der Gebärmutter gestochen werden. Dies kann mit einem leichten Schmerz verbunden sein.
Nach der Amniozentese werden die fetalen Zellen aus dem Fruchtwasser auf einen Kulturnährboden gegeben.
Das Ergebnis der Untersuchung liegt nach ungefähr zwei bis drei Wochen vor. Unter Zuhilfenahme der Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierungs-(FISH)Technik kann man bei einer gezielten Suche dieses Ergebnis auf 3 Tage verkürzen.

In unserer Praxis haben Herr Lohmar und Herr Dr. Tauber eine Ermächtigung zur Durchführung der Amniozentese.

Mögliche Komplikationen

Nach dem Eingriff sollte sich die Patientin für 1-2 Tage körperlich schonen.
Die Amniozentese ist durch die Technik der Ultraschall-Kontrolle während der Punktion sehr sicher geworden. Trotz sorgfältigster Technik kann es zu Komplikationen wie Blutungen oder einem Blasensprung mit der Folge einer Fehlgeburt. Das Risiko hierfütr liegt bei etwa 0,5%.
Daher versuchen wir, eine Amniozentese auf das unbedingt notwendige Mass zu beschränken.
Zur Klärung, ob etwa eine Trisomie 21 (DOWN-Syndrom) vorliegt, empfehlen wir daher das Ersttrimester-Screening, das für das Kind völlig gefahrlos ist und mittlerweile auch eine sehr genaue Aussage über das Erkrankungsrisiko erlaubt.