Durchführung nur von erfahrenen Frauenärzten

Follikelstimulierendes Hormon (FSH): 3D-Modell. Bild: GNU Freie Dokumentationslizenz

Mit Hilfe einer Hormon-Stimulation wird versucht, einen Eisprung zu erzeugen und die Voraussetzungen für das Eintreten einer Schwangerschaft zu erreichen. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten.
Eine Hormon-Stimulation kann alleine eingesetzt werden, wenn ausschließlich eine Hormonstörung als Ursache der ungewollten Kinderlosigkeit vorliegt. Außerdem wird bei allen assistierenden reproduktionsmedizinischen Verfahren wie der Insemination oder IVF/ICSI eine Hormon-Stimulation zum exakten Zyklus-Timing oder auch zur gezielten Überstimulation vorgenommen.
Alle genannten Hormon-Therapien sollten nur von geschulten und auf diesem Gebiet erfahrenen Frauenäztinnen oder Frauenäzten durchgeführt werden, da es bei falscher Dosierung zu teils gefährlichen Nebenwirkungen kommen kann.

Clomifen

Im einfachsten Fall lässt sich eine Stimulation des Zyklus mit Clomifen erreichen.
Dazu wird meistens an 5 aufeinander folgenden Tagen in der ersten Zyklushälfte Clomifen als Tablette(n) eingenommen.
Der Erfolg dieser Behandlung muß durch eine vaginale Ultraschall-Untersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke sowie eine Hormonanalyse kontrolliert werden.

FSH/HMG

Die nächste Stufe der Hormon-Stimulation ist eine Behandlung mit FSH ("Follikel-stimuliendes Hormon") und/oder HMG ("Humanes Menopausen-Gonadotropin").
Diese wird in Form von Spritzen, die täglich intramuskulär oder subcutan verabreicht werden müssen, durchgeführt.
Bei der FSH- und HMG-Therapie ist eine engmaschige Überwachung notwendig, da es hier zu Überstimulationen kommen kann.

HCG

Durch Gabe von HCG als Spritze kann nach vorheriger Follikelreifung entweder durch Clomifen oder FSH/HMG der Eisprung ausgelöst werden. Der richtige Zeitpunkt für die meist intramuskuläre Injektion muß vorher genau überprüft werden. Mit einem Eisprung ist etwa 36 Stunden nach Gabe des HCH zu rechnen.
HCG wird auch häufig nach ausgelöstem Eisprung nochmals verabreicht, um eine ungestörte Funktion des für eine Frühschwangerschaft so wichtigen Gelbkörpers zu gewährleisten.