Der neue Stuhltest
Seit Mai 2002 ist in unserer Praxis der neue sehr zuverlässige immunologische Stuhltest (immoCARE™-Test) zur Früherkennung von Dickdarmkrebs und seiner Vorstufen verfügbar.
Dieser Test ist gegenüber seinem Vorgänger, dem Stuhlbrief (z.B. "haemoccult"-Test), viel einfacher und hygienischer in der Anwendung.
Alter Stuhltest (Testbriefe) nicht mehr zeitgemäß
Seit dem 1.10.2002 gehört bei Männern und Frauen ab dem 50. Lebensjahr ein Test auf okkultes Blut zur jährlichen Krebsvorsorge-Untersuchung.
Mit dem bisher durchgeführten einfachen Test, bei dem an 3 aufeinander folgenden Tagen eine kleine Menge Stuhlgang als Probe entnommen und untersucht wird, kann man kleine Blutbeimengungen nachweisen. Durch den Nachweis von "okkultem" (=verborgenem, mit dem bloßen Auge nicht sichtbar) Blut im Stuhl wird der Verdacht auf einenen krankhaften Prozeß im Magen-Darm-Trakt gestellt. In erster Linie geht es um die Früherkennung von Dickdarmkrebs und seinen Vorstufen
Der Nachteil dieses Tests sind häufige Fehler bei der Durchführung, er ist insgesamt sehr störanfällig. Durch Genuß von Fleisch- und Wurstwaren oder bestimmten Gemüse- und Obstsorten kann er beispielsweise falsch positiv werden, was oft aufwendige und unnötige belastende Untersuchungen (Darmspiegelung) nach sich ziehen kann. Nach Einnahme von viel Vitamin C (Multivitaminsäfte u.ä.) wird er auch falsch negativ.
Neuer Test viel sicherer
Bei dem neuen immunologischen Stuhltest wird auschließlich menschlicher roter Blutfarbstoff (=Hämoglobin) erfaßt. Eine Verfälschung dieses Tests durch die Nahrung ist nicht mehr möglich. Der immunologischen Stuhltest ist dadurch sehr viel sicherer als der herkömmliche Stuhltest. Einige bekannte Gastroenterologen (Magen-Darm-Spezialisten) empfehlen den neuen Test sogar bei einem positiven konventionellen Stuhltest, bevor wie bisher eine Darmspiegelung durchgeführt wird.
Kostenübernahme
Der immunologischen Stuhltest kann bei gesetzlich Krankenversicherten nur als Wunschleistung und nicht über die Krankenversicherungen abgerechnet werden (Preis auf Anfrage).
Private Krankenkassen übernehmen meist die Kosten für den Test.
